Tablets und Smartphones

Selbstverständlich können und sollen Computer, Tablets oder Smartphones das Denken nicht ersetzen - aber sie können es unterstützen. Was im "wirklichen Leben" bereits selbstverständlich ist, sollte natürlich auch für die Schule gelten: Wir müssen Computer als Werkzeuge sehen, und nicht als Spielzeuge. Und wenn heute die Arbeitswelt in kaum einem Bereich mehr auf Computer verzichten kann, dann kann es die Schule zweifellos auch nicht! 

 

E-Learning, also computergestütztes Lernen, sollte ein Unterrichtsprinzip eines modernen Unterrichts sein. Das heißt aber nicht, dass man alles immer nur mit dem Computer erledigt, sondern vielmehr, dass der Computer als wirksames Werkzeug bei Bedarf zur Verfügung stehen sollte. Es ist doch sinnvoll, wenn im Fremdsprachenunterricht die Möglichkeit besteht, ein unbekanntes Vokabel sofort am Computer zu suchen, als umständlich ein Wörterbuch holen und es dort nachschlagen zu müssen. Oder man kann einen Begriff, den man beim Lesen eines Textes nicht versteht, rasch googeln und so vielleicht erst den Inhalt oder Zusammenhang des Textes begreifen. Oder man braucht Daten, um in einer Diskussion oder einer Präsentation stichhaltig argumentieren zu können, und holt sich diese aus dem Internet. Solche und ähnliche Szenarien sind alltägliche Situationen im Unterricht.

In vielen Unterrichtseinheiten scheitert der sinnvolle Einsatz von Computern im Unterricht aber an rein praktischen Unwegsamkeiten: Um einen Computer zu nutzen, muss man in den Computerraum gehen, der ist aber gerade besetzt. Oder das eigene Laptop muss erst ausgepackt und hochgefahren werden, bevor ich etwas nachschauen kann. Außerdem ist neben Büchern und Heften auf den Schülertischen kaum noch Platz für einen zusätzlichen Computer. Und wo soll ich den überhaupt anstecken, um Strom und Internetverbindung zu bekommen?

In solchen Fällen erweisen sich Tablets - und ersatzweise auch Smartphones - als besonders sinnvoll. Sie haben auf jedem Schülertisch Platz, sind also stets griffbereit, und brauchen nicht hochgefahren zu werden, sind also auch immer einsatzbereit. Hier erweist sich auch das Prinzip BYOD (bring your own device) als sehr wirksam: Viele Schüler haben eigene Tablets, Smartphones sowieso, die sie mitbringen und im Unterricht verwenden können. Wenn diese Geräte im Unterricht sinnvoll verwendet werden, sind auch viele Eltern bereit, solche für ihre Kinder zu kaufen. Außerdem bieten Tablets viele zusätzliche Möglichkeiten für den Unterricht: Mobiler Einsatz bei Lehrausgängen, Exkursionen usw.; Fotos und Videos aufnehmen und bearbeiten; Präsentationen, Filme und Fotostrecken von seinem Tablet aus über einen Beamer der ganzen Klasse vorführen; Audio- oder Videopodcasts über verschiedenste Themen selbst aufnehmen und präsentieren und vieles mehr.

Tablets (und mit Einschränkungen auch Smartphones) sind sehr effektive Werkzeuge für die Gestaltung eines ertragreichen und zukunftsorientierten Unterrichts. Im Sinne der bestmöglichen Ausbildung unserer Kinder für deren Zukunft sollten wir nicht darauf verzichten.

 

Für weiterführende Auseinandersetzung mit dem Thema siehe Literaturempfehlungen und Linkliste!